September 12, 2021

42,195 Kilometer als Lebensberatung

Einen Marathon zu finishen gehört zu meinen persönlich großen sportlichen Erfolgen. Auch wenn es heute sehr zäh war und es nicht zu einer neuen Bestzeit gereicht hat: lehrreich war es allemal.

Drei Aspekte mag ich hier teilen:

(1) Ein Marathon lehrt Demut

Es sind so viele Faktoren entscheidend. Und die wenigsten können wir beeinflussen. Akzeptieren wir diese Tatsache. Und stellen wir uns. Dann sind die verrücktesten Dinge möglich!

(2) Ein Marathon lehrt Disziplin

Wer sich nur zu 66% des Trainingsplans aufraffen kann, wer Homeoffice-bedingt Ernährungsdisziplin vermissen lässt und dann eine gewagte Tempostrategie hat: der erhält auf den 42 Kilometern unweigerlich die Quittung.

(3) Ein Marathon lehrt Scheiterbereitschaft

Ein noch so guter Plan kann schnell ins Wanken geraten. Dann ist er deshalb natürlich nicht schlecht. Es gilt: die Situation richtig einschätzen und neu justieren. Dann gelingt ein Finish auch mit Krämpfen auf den letzten 12 Kilometern … .

Was bleibt? Vor allen Dingen: kein Frust! Eher Stolz: in 3:48:52 Stunden läuft jetzt auch nicht jeder einen Marathon. Und bis Bremen (2.10.) reicht die Regeneration vielleicht.

Und für den Alltag habe ich wieder einmal viel gelernt.

Und wenn ich die Lehren auch sportlich richtig umsetze, dann wird Hamburg 2022 wieder angegriffen.

Danke, Münster!

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