Januar 18, 2021

Wann fühle ich mich mobil?

Die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ ist …

ELEKTROMOBILITÄT!

Ernsthaft?

Man kann den Eindruck gewinnen, wenn man sich die enormen Investitionen der Automobilbranche ansieht. Mit welcher Intensität die Unternehmen die Transformation vorantreiben und Deutschland hier zu einem Vorreiter machen wollen, beeindruckt mich.

Gleichzeitig entsteht ein Industriebereich, der für die zukünftige Nutzung der Mobilität von großer Bedeutung ist: das Angebot von Mobilitätsdienstleistungen und -services.

ABER: Warum das alles?

Sie haben sich doch bestimmt auch schon einmal gefragt, welche Probleme durch Elektromobilität gelöst werden, oder? Und wenn es Ihnen einigermaßen klar war, dann ist die naheliegende Frage: reicht das?

Was denken Sie, welche Antworten würden Sie erhalten, wenn Sie 10 Menschen fragen: Welche Probleme müssen wir in Bezug auf Mobilität lösen?

Ich bin davon überzeugt, dass die beiden absoluten Top-Antworten lauten: Umweltschutz und Reduzierung von Staus!

Während der erste Punkt selbsterklärend ist, sollte für den zweiten Punkt eine analytische Übersetzung gefunden werden. Nicht die Staus sind das Problem, sondern die Zeit, die wir darin verbringen. Die als verloren empfundene Lebenszeit und der Stress sind nichts anderes als negative Einflüsse auf unsere Gesundheit.

Also lautet das zu lösende Problem: Schutz der Umwelt und unserer Gesundheit!

Ist das alleine mit Elektromobilität zu erreichen?

Sicher nicht! Stellen wir uns vor, wir ersetzen also nun jedes Fahrzeug auf dem Planeten durch ein Elektrofahrzeug, und betreiben diese dann bestenfalls auch noch automatisiert. Dann entsteht zunächst weniger Schadstoffausstoß auf den Straßen. Das ist ein Anfang. Die benötigte Fläche für Straßen, Parkplätze oder Ladeinfrastruktur würde sich nicht verringern. Der Schadstoffausstoß bei der Herstellung lässt sich auch nur schlecht in die Gleichung aufnehmen. Auch die Staureduzierung lässt sich so nicht wirklich erreichen.

Elektromobilität alleine reicht also nicht, sie ist nicht mehr als ein sehr wichtiger Baustein.

Wir müssen also das Problem lösen, dass es zuviele Autos gibt.

Die Automobilindustrie muss sich also wandeln vom Maschinenbauer zum Hersteller von Mobilitätskomponenten. Wie schon beschrieben ist diese Transformation in vollem Gange.

Ohne jeden einzelnen Menschen wird dies aber zu nichts führen. Vielmehr muss sich jeder einzelne die Frage stellen, welche Mobilität in Zukunft benötigt wird.

„Warum brauche ich ein, zwei, drei oder mehr Autos?“ – „Warum nicht?“

Ich bin davon überzeugt: diesen Dialog mit sich kennen sehr viele. Er zeigt wenig Interesse an einer Veränderung. Sollten wir in der aktuellen Situation nicht offener sein? Uns dafür interessieren, warum wir so denken? Was uns geprägt hat? Und wohin die Reise im wahrsten Sinne gehen soll?

Wenn dieser Schritt geschafft ist, wird der Weg frei für einen ehrlichen Dialog über mögliche Veränderungen. Und dieser Dialog schafft die notwendige Klarheit für mich selbst, was ich brauche, um mobil zu bleiben und um mich mobil zu fühlen. In der Folge erhalten die mittlerweile dann ja transformierte Automobilindustrie und die für die Infrastruktur und Angebote verantwortlichen Stellen Klarheit, was an Komponenten und Dienstleistungen gebraucht wird, um gleichzeitig auch unsere Gesundheit und die Umwelt zu schützen.

Im Video (https://bit.ly/Stichwortgeber-Podcast) habe ich die Frage, welche Anforderungen ich an Mobilität stelle, einmal betrachtet. Mit erstaunlichem Ergebnis und sehr klaren Fragen an die Automobilindustrie.

Die wichtigste Frage müssen wir also zunächst uns selbst stellen. Dabei sollten wir uns durchaus zugestehen, dass sich die Antworten im Laufe der Zeit wandeln können.

Und ich bin davon überzeugt: es ist Zeit, damit anzufangen!

Gehen wir dann auch in den Dialog mit unserer Umgebung, damit aus der Klarheit für mich eine Klarheit für uns wird. So lösen wir die Aufgabe der Mobilität und sind einer guten Zukunft für unsere Kinder ein Stück näher gekommen!

Da sind wir alle gefordert.

Es wird ein langer Weg. Und er wird spannend. Machen wir was draus!

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